YETI

Yuko Yamazaki Collection

Tokio 2009. Die Companyon-Serie wird auf der Fashion Week in Tokio vorgestellt und erregt in der Branche großes Aufsehen. Inspiriert von dieser Collection hat die Designerin Yuko Yamazaki exklusiv für Yeti eine eigene Serie in limitierter Auflage entwickelt. Ihr Team hatte bereits Erfahrungen gesammelt, Daunen mit dem ultraleichten LightyGram zu verarbeiten. Diese Kollektion hat darum die gleichen technischen Feautures wie die Companyon-Produkte, auch sie ist auf ein winziges Maß packbar, doch deutlich fashionlastiger: Hemdkragen, Messingknöpfe, Daunenjacken im Blazerstyle.
Die Yeti-Japan-Connection.

Next to Nothing - Technology

Die Next to Nothing - Technology bedeutet unter anderem, dass wir für alle Lightweight-Produkte die derzeit leichtesten und exklusivsten Materialien verarbeiten. So wiegt das daunendichten Ripstop-Nylon-Gewebe nur 25 Gramm pro Quadratmeter.

Das Geheimnis der Leichtigkeit liegt in den 1.000 Kilometern Garn, die die Daunen zusammenhalten. Dieses Garn hat die Größe von einem Zehntel eines menschlichen Haares, die 1.000 Kilometer Garn wiegen 140 Gramm.

Trotzdem erweist sich das luftige Gewebe als erstaunlich reißfest. Und es garantiert, dass sich die Yeti Fashion Styles als wasserabweisend, windresistent und atmungsaktiv zeigen. Im Damenmantel "Above" beispielsweise, sorgen 20.000 Daunen mit einem Durchmesser von ca. 4 cm dafür, dass Ihr Körper stets wohltemperiert ist. Alle Styles lassen sich extrem komprimieren auf die Größe einer Grapefruit.

LIMITIERTE AUFLAGE
Es gibt auf der Welt nur 5 Webmaschinen die ein solch feines Material herstellen können. Diese Maschinen stehen alle im Norden Japans. Jede produziert nur 35 Meter pro Tag.

Deshalb ist die Liefermenge der Yuko Yamazaki Collection weltweit begrenzt auf maximal 15 Stück pro Größe und Farbe.




Anastasiya Yakymenko / Solo Dancer, Deutsche Oper Berlin

Das Isolationsmaterial der Natur

Crystal Down - Masterpieces of Nature
Ein Mensch in einem Daunenmantel ist halb Mensch, halb Gans. Wäre er ganz Gans, wäre ihm nie kalt. Skrupellose Wissenschaftler sollen Gänse einmal in eine Kühlkammer gesperrt haben. Sie drehten die Lufttemperatur auf minus 110 Grad herunter. Als sie die Tür wieder entriegelten, watschelte ihnen die Vogelschar munter und wohlauf entgegen. Ein Eisbär hätte das nicht überlebt.

Dennoch wollen die wenigsten Menschen mit einem Wasservogel tauschen. Die meisten fürchten um ihre Intelligenz, mit deren Hilfe man zum Beispiel Kühlkammern bauen kann, um zu erforschen, warum Gänse und Enten nicht frieren, und um zu staunen: Das Gefieder isoliert perfekt. Energetisch betrachtet sind Gänse und Enten die effizientesten Kraft-Wärme-Kopplungskraftwerke aller Zeiten.

Federn und Daunen speichern die Abwärme des Körpers und heizen ihn damit von außen. So braucht der Organismus weniger Brennstoff, um seine innere Temperatur auf 37 Grad zu regulieren. Je besser die Isolierung, desto besser das Wärmerückhaltevermögen, desto energiegeladener der Körper. Seit mindestens 2000 Jahren versuchen darum fröstelnde Menschen das Prinzip Gans zu kopieren - mit wechselndem Erfolg.



Zart und hart im Nehmen
Könnten wir aus dem Federkleid einen anständigen Bezug nähen - wir täten es. Doch erweisen sich die langen Kiele als zu sperrig. Die Daunen jedoch, die die Gans an Brust und Bauch wärmen, sind ein Glücksfall:
Über Jahrmillionen hat die Evolution einen unnachahmlich kuscheligen Flaum hervorgebracht, der die brutalsten Knüll-, Stauch- und Stopfanstrengungen packender Menschen übersteht.

Aus einem winzigen Kern wachsen strahlenförmig Abertausende superweiche sogenannte Filamente, bestehend aus der Hornsubstanz Keratin. Jedes dieser Filamente ist mit unzähligen Verästelungen versehen, die wiederum mit Tausenden kaum sichbaren Widerhaken bestückt sind. Kommen viele Daunen zusammen, verkletten sie sich mit ihren Häkchen und bilden viele kleine wärmespeichernde Luftkammern. Ein natürliches System, das leichter ist, flexibler und besser isoliert, als alles, was der Mensch je ausgetüftelt hat.

Je Loftiger, desto luftiger
Sie sind statische Meisterwerke. Daunen besitzen eine Bauschkraft, auch Fillpower oder Loft genannt, die leichtem Druck standhält, höherem Druck aber bereitwillig nachgibt. Mit ihren filigranen, gebogenen Verstrebungen gleichen sie winzigen Kathedralen. Während die echten aus Stein allerdings nach einmaligem Zusammenbruch ruiniert sind, richten sich die natürlichen aus Keratin immer wieder auf. Die gesamte Füllung eines "Above"-Damenmantels könnte man in 60 Fingerhüten verschwinden lassen. Zupfte man die rund 20000 Daunen wieder heraus, entfalteten sie sich wieder zur vollen Pracht.

Gemessen wird der Loft von Laboren, die dem International Down and Feather Laboratory (IDFL) in Salt Lake City, USA, unterstehen. Man gibt 30 Gramm Daunen in einen Glaszylinder, belastet sie mit einem Normgewicht und misst in Kubikzoll das Volumen, das die Daunen unter diesem Druck beibehalten. Je höher das Volumen, desto höher der Loft und also die Qualität. Yeti-Gänsedaunen erreichen die höchstmögliche Bauschkraft von bis zu 900 cubic inch (Kubikzoll). In Würdigung ihrer großen, organisch gewachsenen Kraft und Schönheit nennen wir sie "Crystal Down".
Yeti Ethical Code: vom Ei zur Crystal Down
Die Herkunft der Daunen ist uns wichtig getreu der Philosophie: Wer Menschen ermutigt, die Wunder der Welt kennen zu lernen, sollte diese schätzen. Als erste Outdoorfirma der Welt hat Yeti jetzt ein Kodierungssystem entwickelt, das den Weg vom Ei über Aufzucht bis zur Crystal Down transparent macht. 80 Prozent unserer Produkte können wir bereits mit diesem Code versehen - in Kürze werden es alle sein.

Diese Daunen stammen von Gänsen und Enten, die freilaufend und artgerecht auf europäischen Bauernhöfen aufwachsen. Die Tiere werden zur Fleischgewinnung gezüchtet und erst nach ihrem Tod gerupft. Wir arbeiten mit Bauern zusammen, die sich vertraglich verpflichtet haben, die Tiere nicht lebend zu rupfen. Yeti ächtet diese Methode, die schmerzhaft ist, weil sie selten exakt zur Mauser durchgeführt wird. Tierärzte kontrollieren die Einhaltung unserer Auflagen.

Der Yeti Ethical Code dokumentiert Loft, Region und Farmbetrieb, Vogelrasse und Mischungsverhältnis. 800RP1PWKG955 zum Beispiel bedeutet: Daune mit mindestens 800 cubic inch, aus der Region Poznan, Agrarbetrieb 1, von einer Polnischen Weißen Koludzka Gans, Füllung besteht entsprechend DIN-EN 12934 zu 95 Prozent aus Daunen, zu fünf Prozent aus Federn.



Das Mischungsverhältnis von Daunen und Federteilchen wird in Gewichtsprozenten angegeben; die früher gebräuchliche Unterscheidung durch Volumen war verwirrend und darf nicht mehr benutzt werden. Eine Weste mit einer 100 Gramm-Füllung in einer "95/5"-Mischung beinhaltet 95 Gramm Daunen und fünf Gramm Federchen. Und wer es ganz genau wissen will: Da eine Daune etwa zwei tausendstel Gramm wiegt, steckt sie mit 47.499 Genossen unter der Westendecke.

Die Veredelung der Roh-Daunen besorgt ein Familienbetrieb in Deutschland mit der Erfahrung von vier Generationen im Umgang mit Gefieder. Hier werden die Daunen mit Brunnenwasser gewaschen, dann erhitzt, um eventuelle Keime zu töten, schließlich sortiert, bis in ihnen nur noch ein kleiner Anteil winziger Federn übrig bleibt.

Eine gesunde, ausgewachsene Gans liefert ausgereifte, hochwertige Daunenflocken. Je größer die sind, desto enormer die Bauschkraft und der Raum für das isolierende Luftpolster. Eine Crystal Down 900+ zum Beispiel misst vom Kern bis zum äußeren Ende zwei, im Durchmesser rund vier Zentimeter. Unreife Daunen dagegen, die bei der Mauser von Jungtieren anfallen, sind kleiner und spitzer und bohren sich leichter durch den Außenbezug. Ein weiterer Grund, warum wir die nicht haben wollen.

Auch reife Exemplare können zuweilen aus der Hülle herauslugen. Da wir Wert auf atmungsaktive Gewebe legen, die den Schlafkomfort und die Lebensdauer der Daunen erhöhen, können wir das nicht ausschließen. Falls sich ein paar vorwitzige Daunen hervorwagen - keine Panik! Um die Austrittsstelle nicht zu vergrößern, sollten Sie den Ausreißer nicht herauszupfen. Drücken Sie ihn, oder - besser noch - ziehen Sie ihn von der Innenseite zurück in die Hülle und verreiben die Stelle mit dem Fingernagel. Dann kommt nichts nach. Grundsätzlich gilt: Die Natur lässt sich nicht völlig beherrschen.
Gut so.